Saron-Hypothek

Die Saron-Hypothek ist das Nachfolgeprodukt für die Libor-Hypothek, welche per Ende 2021 eingestellt wird. Somit dient nicht mehr der LIBOR (London Interbank Offered Rate) als Referenzzinssatz für Schweizer Geldmarkt-Hypotheken, sondern der SARON (Swiss Average Rate Overnight). 

 

Der Zinssatz des Saron-Hypothekarmodells errechnet sich nach dem SARON, sprich dem Zinssatz, den sich Schweizer Banken untereinander für Guthaben verrechnen, kombiniert mit einer Marge für den Anbieter der Hypothek. Die Höhe der Marge ist von Anbieter zu Anbieter variabel und wird auch von der Bonität und des Verschuldungsgrades des Hypothekarnehmers beeinflusst.

 

Anders als bei einer Festhypothek verfügt die Saron-Hypothek über eine unbefristete Laufzeit und kann jederzeit abgeschlossen werden. Die Kündigungsfrist beträgt 13 Monate (beidseitig). 

Ein weiterer Unterschied zu einer Festhypothek ist, dass sich der Zinssatz der Saron-Hypothek alle drei Monate dem Geldmarkt anpasst. Der Kundenzinssatz setzt sich aus dem zurückschauenden Compounded Saron (der Saron bildet die Basis für die Berechnung und kann nie kleiner als Null sein) zuzüglich einer mit dem Finanzinstitut vereinbarten Marge zusammen. 

 

Vor- und Nachteile auf einen Blick:

Saron-Zinssatz in der Regel tiefer als der Zinssatz einer Festhypothek

Hohe Flexibilität

Fällt der Saron-Zins, profitieren Hypothekarnehmer von günstigeren Konditionen

Ausserordentliche Amortisation jederzeit möglich

Aufstockung der Saron-Hypothek für Renovations- und Sanierungskosten jederzeit möglich (sofern Bonität gegeben)

 

Geringere Planungssicherheit aufgrund schwankender Zinsen

Risiko, dass sich durch steigende Zinsen auch die Zinsbelastung erhöht

Eine genaue Beobachtung der Marktlage ist erforderlich, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

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