libor-hypothek

In der Schweiz wird die Libor-Hypothek auch Geldmarkt-Hypothek oder selten auch Rollover-Hypothek genannt. Am häufigsten sind Hypotheken, die sich am 3- und 6-Monate-Libor orientieren.

 

Der Zinssatz des Libor-Hypothekarmodells errechnet sich nach dem Interbanken-Zinssatz, sprich dem Zinssatz, den sich Banken untereinander für Guthaben verrechnen, kombiniert mit einer Marge für den Anbieter der Hypothek. Die Höhe der Marge ist von Anbieter zu Anbieter variabel und wird auch von der Bonität und des Verschuldungsgrades des Hypothekarnehmers beeinflusst.

 

Wie Festhypotheken werden auch Libor-Hypotheken auf eine bestimmte Laufzeit abgeschlossen – meistens über 1 bis 5 Jahre. Der Unterschied zu einer Festhypothek ist, dass sich der Zinssatz der Libor-Hypothek alle paar Monate dem Geldmarkt anpasst.

 

 

Vor- und Nachteile auf einen Blick:

Libor-Zinssatz in der Regel tiefer als der Zinssatz einer Festhypothek

Hohe Flexibilität

Fällt der Libor-Zins, profitieren Hypothekarnehmer von günstigeren Konditionen

Ausserordentliche Amortisation jederzeit möglich

Aufstockung der Libor-Hypothek für Renovations- und Sanierungskosten jederzeit möglich (sofern Bonität gegeben)

 

Geringere Planungssicherheit aufgrund schwankender Zinsen

Risiko, dass sich durch steigende Zinsen auch die Zinsbelastung erhöht

Eine genaue Beobachtung der Marktlage ist erforderlich, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

Hinweis: Bis Ende 2021 wird der Libor abgeschafft und durch den Saron abgelöst. Weitere Informationen hierzu erfahren Sie in unserem Blog-Beitrag vom 8. November 2019.

Sind Sie unsicher, ob die Libor-Hypothek für Sie eine Option sein könnte? Gerne beraten wir Sie kostenlos.